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Im Mittelalter konnten die Bauern von Berg weder lesen noch schreiben. Dennoch reichen die Spuren einer Schule erstaunlich weit zurück.
Schon in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts war in Berg ein Lehrer angestellt. Allerdings war der Unterricht noch privat: Wer sein Kind zur Schule schickte, bezahlte dem Schulmeister pro Woche einen Groschen. Der Schulunterricht fand in der Stube der Lehrerfamilie bei Wiedenhub statt.
Im Jahre 1650 kam die Gemeinde Berg zu ihrem ersten Schulhaus. Die Berger verlangten von ihrem damaligen Lehrer, dass er sein Haus in der Wiedenhub mitsamt Baumgarten nach seinem Tod und dem Hinschied seiner Frau der Gemeinde überlasse. Durch stete Bemühungen geistlicher Herren war im Jahre 1737 die Schule von Berg zur Freischule geworden. Jeder Berger durfte die Schule gratis besuchen. Kurz darauf tauschte die Gemeinde das Schulhaus in Wiedenhub mit einem Haus im Dorf. 1901 war der Zustand dieses Hauses derart schlecht, dass es abgerissen wurde. Bereits im Herbst des gleichen Jahres wurde das grosszügig gebaute, markante Schulhaus in Betrieb genommen. Die rege Bautätigkeit in den 60er-Jahren verlangte nach neuen Schulräumen. So wurde neben dem Schulhaus 1970 der Pavillon erstellt, in welchem sich ein zusätzliches Klassenzimmer und ein Lehrerzimmer befanden. An der Schulbürgerversammlung vom 25.März 1974 wurde der Bau eines neuen Schulhauses beschlossen. Nach dem Einzug ins neue Gebäude verkaufte die Schulgemeinde das alte Schulhaus ohne den Pavillon.
Primarschule Seit 1977 werden die Primarschüler von Berg im neuen Schulhaus von drei vollamtlichen Lehrpersonen in drei Doppelklassen unterrichtet. Berg führt eine Integrative Schule. Das Konzept ISF wurde 2004 vom Bildungsdepartement bewilligt. Eine Heilpädagogin unterstützt die Schüler, welche besondere Bedürfnisse haben. Das Schuljahr 2008/2009 brachte wesentliche Änderungen im Kindergarten und in der Primarschule: Der Unterricht wird an sämtlichen Vormittagen in Blockzeiten erteilt. Es wird ein bedarfsgerechter Mittagtisch angeboten. Ab der dritten Klasse erhalten die Kinder Englischunterricht. Die Musikalische Grundschule wird Teil des obligatorischen Unterrichts. Der Kindergarten ist obligatorischer Teil der Volksschule.
Kindergarten Erst im Jahre 1974 wurde auf privater Basis ein Kindergarten eröffnet. 1975 übernahm die Schulgemeinde die Trägerschaft. Nach der Fertigstellung des neuen Schulhauses wurde der Kindergarten vom Pfarreisaal in den Pavillon verlegt. Die Aussenrenovation von 1994 verleiht dem Gebäude eine fröhlichere Note. In einer Kindergartenklasse werden zwei Jahrgänge gemeinsam unterrichtet. Der Turnunterricht findet in der Turnhalle des Schulhauses statt.
Oberstufe Im Oberstufenzentrum Grünau, Wittenbach, werden die Sekundar- und Realschüler unterrichtet. Der Schulweg kann mit dem Fahrrad oder mit dem Postauto der Linie Arbon-St.Gallen bewältigt werden.
Musikschule Die Berger Schüler besuchen den freiwilligen Musikunterricht an der Schule für Musik in Wittenbach. 1984 gründeten die Gemeinden Berg, Muolen, Häggenschwil und Wittenbach einen Zweckverband.
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